Ein Kinderbuch für die Melli-Beese-Grundschule Dresden

Grundschule Dresden - Melli-Beese

Ursprung des Dichtens in der Grundschule Dresden

Projekttage sind, wie in jedem Jahr, große Ereignisse für die Schüler. Endlich mal die Lehrbücher hinter sich lassen und sich in kreativen Projekten und Arbeitsgruppen austoben. Voller Vorfreude erwarteten die Melli-Beese-Schüler deshalb die Gäste des Projektages im Mai: Hans-Christian und Andreas. Doch wer sind Sie? Andreas Német und Hans-Christian Schmidt ist ein Kinderbuch-Autorenteam aus Dresden.

Deutschlehrerin Frau Kunze berichtet über die erste Bekanntschaft mit den beiden im Morgenkreis: „Als wir die ersten Bilderbücher im Morgenkreis lasen, reimten wir schon weiter: „Das klingt ja wie Gedichte…“, meinte Yannick und wir alle hatten große Freude an den fröhlich fidelen, fantasievoll findigen Versen.“

Und so ist das Thema für den Projekttag geboren: „Wie entsteht ein Bilderbuch? – Von der Idee zum Buch“. Die Kinder sollen von den Autoren wichtige Schritte bei der Entwicklung eines Kinderbuches erfahren und sich dabei künstlerisch ausprobieren. Gemeinsam entsteht so ein von den Schülern angefertigtes Kinderbuch. Natürlich können die Kinder auch  alle denkbaren Fragen loswerden.

Der Projekttag war ein voller Erfolg. Erkundigt man sich bei den Erstklässlern nach Hans-Christian und Andreas, so antwortet Sinah mit lauthalsen Lachen: „lustige Männer mit lauter Quatsch“. „Ein wenig irrwitziges Herumspinnen gehört wohl zum Alltag eines Geschichtenschreibers einfach dazu. Dass sich dies aber auf wunderbare Weise mit Kindern verwirklichen lässt, zeigt die Entstehung unseres Klassenbuches: Die Clopra.“, meint Frau Kunze. Die Hauptdarstellerin in dem Buch sollte eine Kobra sein.

Klicken Sie auf die Bilder, um sich das Kinderbuch anzuschauen:

Die Clopra

Diebisch geschickt packten Andreas und Hans die Einfälle der Kinder in Form. Andreas zeichnete selbstvergessen eine Schar möglicher Protagonisten. Diese wurden, dank Hans‘ Nachfragen, ausgestattet mit fantastischen, aufsteigenden Kräften, eben einer märchenhaften Glückshaut gleich. Eine kreative Dynamik trieb den Prozess der Ideenfindung an. „Ich erwischte mich beim Gedanken: „Niemals hätte ich die Kinder im Deutschunterricht zu solch verrückten Schöpfungen angespornt.“, sagt Frau Kunze. Besondere Kennzeichen einer Geschichte: der Anfang und das Ende. Diese erarbeiteten wir gemeinsam. Der Inhalt dazwischen entstand in Partnerarbeit der Schüler untereinander. Dabei mussten sie nur wenige Bedingungen, wie z.B. „der Hauptdarsteller muss überleben“ (Hans), beachten.

Die schlichte Vor-Gabe genügte, so dass eine Aneinanderreihung von bildlichen Episoden noch in die richtige Reihenfolge zu bringen war. Mit erzählerischem Geschick bewegte sich die Klassengeschichte somit auf ein vorläufiges Ende hin.  Der Abschied von Andreas und Hans stellte aber noch lange nicht den Projektabschluss dar. Was mit Bildern und gesprochenen Worten begann, setzte sich in Schriftsprache fort. Die Kinder verfassten kleine Texte.

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