Blogs sinnvoll nutzen. Eine Anleitung.

Jetzt haben die TÜV Rheinland Schulen dieses Blog-Dingsda. Und jetzt?
Oft gehört („Blog“), aber gerade in Deutschland werden Blogs im Vergleich zu anderen Ländern auf der Welt eher weniger genutzt.

Was ist überhaupt ein Blog genau? Was bringt mir das? Genauer: wie kann ich Blogs für meine Interessen nutzen? Gute Frage. Guter Rat ist aber nicht teuer, denn den gibt’s hier. Wir stellen Euch in diesem Artikel vor, wie Ihr interessante Blogs zu Euren ganz persönlichen Themen findet und diese effektiv nutzen könnt, ohne damit stundenlang beschäftigt zu sein.

1. Frage: Warum überhaupt Blogs lesen?

Blogs liefern Euch Infos, Meinungen, Einschätzungen und Neuigkeiten von Menschen oder Institutionen, die sich mit einem Thema beschäftigen und darüber schreiben – die Themen sind dabei wie die Anzahl der Blogs sehr umfangreich. Ohne Übertreibung: für JedeN ist was dabei.

Ein Beispiel:

Ihr seid auf der Suche nach Infos zu einem beruflichen Thema (z.B. „Mediendesign“, „Biochemie“ oder „Visagist“) oder zu einem privaten Interesse (z.B. „Social Media“, „Mode“, oder auch „Fußball“). Wer nun im Netz sucht, benutzt normalerweise eine Suchmaschine wir z.B. Google oder Bing, mittlerweile wird aber besonders von jüngeren Nutzern auch innerhalb sozialer Netzwerke wie Facebook oder Twitter nach bestimmten Begriffen gesucht.

Das Suche ist mal mehr, mal weniger erfolgreich und innerhalb von sozialen Netzwerken leider oft nur sehr unzureichend, denn Facebook filtert die Suchergebnisse grundsätzlich nach den Interessen und Likes von Euch und Eurer Freunde, d.h. dort findet Ihr längst nicht alles. Darüber hinaus sind besonders die sozialen Netze auf kurze, knappe Statements ausgelegt: wer sich tiefer mit einem Thema auseinandersetzen möchte, ist bei einer Facebook-Seite oftmals nicht ganz richtig aufgehoben.

Hier kommen Blogs ins Spiel. Blogs werden von Einzelpersonen oder Institutionen betrieben und in einem Blog hat der Autor ausreichend Platz, um sich einer Materie etwas ausführlicher zu widmen, so wie z.B. in diesem Artikel hier. Das besondere an einem Blog ist, das der Betreiber erstens sehr frei gestalten kann und zweitens dem Leser hier auch Funktionen wie in den sozialen Netzwerken zur Verfügung stehen: liken, sharen und vor allem abonnieren (dazu mehr unter Frage 3) und kommentieren.

[quotes style=“classic“] Die intelligente Nutzung von Blogs ermöglicht eine effiziente und tiefere Auseinandersetzung mit einem Thema Eurer Wahl. [/quotes]

Die Kommentarfunktion ist ein tolles Werkzeug für den Autor und vor allem für den Leser. Mal angenommen, in einem Artikel wird erklärt, wie Ihr einen bestimmten Bildeffekt bei Photoshop erreicht oder wie eine bestimmte Make-Up-Technik funktioniert. Per Kommentar könnt Ihr Feedback geben oder Rückfragen stellen, falls etwas nicht ganz klar geworden ist. Die Autoren sind meistens genauso „verrückt“ nach einem Thema wie die Leser: auf Kommentare wird fast immer geantwortet. Ein echter Vorteil: ein direkter Austausch mit dem Autor ist möglich.

Google BlogSearch

2. Frage: Wie finde ich Blogs, die mich interessieren?
Ganz einfach: es gibt spezielle Blogsuchmaschinen (z.B. „Google Blogsearch„), Verzeichnisse und Rankings (z.B. „Bloggeralarm“) von Blogs und viele andere Möglichkeiten mehr. Die meisten Blogs verlinken auch auf wiederum auf weitere Artikel von anderen Autoren, die zum Thema bloggen. Eine Link-Kette zum jeweiligen Thema also. Das machen wir hier auch: Im Blog Onlinelupe.de findet Ihr hier einen Artikel, der 5 Möglichkeiten neue und interessante Blogs zu finden, beschreibt. Also müssen wir das Rad nicht neu erfinden, sondern verweisen auf eine Quelle.

3. Frage: Wie nutze ich das für mich?

Ihr kennt das sichern von anderen Lieblings-Websites: [mark]Immer mal wieder extra vorbeisurfen, um zu schauen, ob es etwas Neues auf einer Seite zu lesen gibt, frißt massig Zeit.[/mark] Das ist aufwändig und ineffektiv.

Dafür gibt es besonders bei Blogs, aber auch immer mehr bei klassischen Websites eine praktische Lösung: sogenannte RSS-Feeds, die Ihr mit einem RSS-Reader abonnieren könnt. Wie Lesezeichen, nur schlauer. Wer einmal begriffen hat, wie’s funktioniert, will nicht mehr ohne.

RSS-Symbol

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  • Ihr benötigt zuerst einen RSS-Reader. Es gibt zig verschiedene für Desktop, Mobile, Browser, uvm. Wir schlagen hier den von Google vor, der funktioniert so gut wie überall und wer bereits ein Google-Konto hat, findet dort seinen Reader auch schon fertig zum Einsatz. Der RSS-Reader entschlüsselt die von Euch dort eingetragenen RSS-Feeds. (weitere Reader hier)
  • Ihr verratet dem Reader nun die Feed-Adresse. Die findet Ihr auf den entsprechenden Blogs oder Seiten meist in Verbindung mit dem RSS-Symbol, dass JedeR von Euch schon mal gesehen hat. Einfach klicken und dann die auf den ersten Blick komplizierte Webadresse (= RSS-Feed) komplett in Euren Reader kopieren. Fertig. Ab sofort bekommt Ihr in Eurem Reader alle Updates all Eurer Feeds zentral an einem Ort. Kein zeitintensives Rumsurfen mehr von Lieblingsseite zu Lieblingsseite. Die News und Updates kommen nun zu Euch.
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Wir hoffen, Euch ein bißchen neugierig gemacht zu haben. Nutzt unseren Blog, abonniert uns und kommentiert, wenn ihr Rückfragen oder Feedback für uns habt.
Nutzt Blogs, es wird Euch Spaß machen und Euch voran bringen – bei Eurem privaten Lieblingsthema oder bei beruflichen Interessen.
Oder Ihr bloggt gleich selber: ein Blog ist schnell gemacht – Ihr könnt auch als Gastautor hier bei uns anfangen, wir sind offen für Eure Artikel.

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P.S.: Hier unten ist übrigens das Kommentarfeld.
Also: „Leave a comment“ 🙂

6 Antworten
  1. Daniel
    Daniel says:

    Schönes Beispiel für vernetzte Blogs: der erste Kommentar zu diesem Artikel zeigt exemplarisch, wie Blogs bzw. die Blogger sich untereinander zu Ihren Themen austauschen können.

    Antworten
  2. Stephan
    Stephan says:

    Guter Artikel, allerdings kann man über das Thema RSS sicherlich streiten. Ich glaube die direkte Nutzung von RSS Feeds hat deutlich an Bedeutung verloren. Das liegt zum großen Teil an neuen Methoden der News Aggregation. Aufgrund der enormen Informationsflut geht der Trend in Richtung Kurations-Services, die relevante Artikel für bestimmte Themengebiete nach verschiedenen Kriterien filtern und in Webservices oder Apps aufbereitet anbieten. Es kommt dabei natürlich darauf an ob man das ganze als permanente Infoquelle oder eher projektorientiert nutzt.

    Ihr könntet ja mal über einen Artikel nachdenken, welcher betrachtet wie Blogs einem bei der Arbeit oder der Ausbildung helfen können.

    Antworten

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  1. […] Einen sehr guten Artikel über Blogs und wie man diese mit Hilfe von RSS Feeds sinnvoll nutzen kann, finden Sie hier. […]

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