Biotechniker als Zukunftsberuf in den Life Sciences

TÜV Rheinland Schule Nürnberg - Biotechnik

Die Biotechnologie ist eine Schlüsselindustrie des 21. Jahrhunderts. Neben der Top-Region für Biotech-Unternehmen im südlichen Kalifornien der USA, haben sich mittlerweile auch in Deutschland führende Standorte entwickelt. Besonders Bayern gilt als der Spitzenstandort für Unternehmen aus Biomedizin, Biotechnologie und Bioinformatik. Da der Wissenstransfer innerhalb dieser Branche immens und sehr wichtig ist, investiert die Bayrische Landesregierung erneut erhebliche Fördermittel zum Ausbau des Standortes.

Wer in der Biotechnologie groß rauskommen möchte, kann eine Reihe von Aus- und Weiterbildungen belegen. Als Eintritt in die Branche eignet sich dabei z.B. eine Ausbildung zum Biologisch-technischen Assistenten. Nach mindestens einem Jahr praktischer Berufserfahrung ist eine Weiterbildung zum Biotechniker möglich. Diese zweijährige Technikerausbildung findet in der Schule Nürnberg statt.

Schulleiter Dr. Andreas Bösch stellt die Weiterbildung vor.

Wie schätzen Sie die Berufschancen in der Biotechnik ein?
Gute Chancen, denn die biotechnologische und pharmazeutische Industrie sowie Forschung suchen Fachpersonal für die mittlere Führungsebene. Biotechnologie ist zudem eine Fachrichtung, die maßgeblich an der Lösung fundamentaler Herausforderungen der Zukunft beteiligt ist. Absolventen wirken z.B. bei der Entwicklung von neuen Medikamenten oder von neuen biotechnologisch gewonnenen Produkten mit.

Welche speziellen Karrierechancen gibt es?
Nach Beendigung der Technikerausbildung kann noch ein Studium absolviert werden. Denn das Technikerzeugnis ist gleichzeitig die Zugangsberechtigung für die Hochschule.

Wie läuft die Biotechniker-Ausbildung an der Schule in Nürnberg ab?
Das  Berufsfeld der Biotechnik erfordert ein breit angelegtes Basiswissen, das die Fachschule im 1. Schuljahr vermittelt. Im 2. Schuljahr steht eine praxisbetonte Spezialausbildung im Vordergrund, wobei biologisch-chemische Unterrichtsfächer die Schwerpunkte bilden. Die Theorie und Praxis finden in Kombination statt. Die Klassen werden in kleine Gruppen für den praktischen Unterricht getrennt. So gibt es optimale Lernbedingungen im Labor.

Wie ist die Erfolgsbilanz der Ausbildung?
Wir haben bis dato rund 100 Biotechniker erfolgreich ausgebildet.

Wie helfen Sie den Technikern beim Übergang in den Beruf?
Wir unterstützen die Schüler zum einem mit gezielten Bewerbungstrainings. Weiterhin organisieren wir während der Ausbildung bereits Exkursionen zu potenziellen Arbeitgebern. Dabei können die Schüler und Firmen sich bereits kennenlernen und erste Jobkontakte herstellen.

Was ist das Besondere an der TÜV Rheinland Schule in Nürnberg?

Wir sind die einzige Schule in Nordbayern, die die Ausbildung zum Biotechniker anbietet. Durch unsere weiteren Ausbildungsgänge BTA, CTA, Umwelttechnik und Galvanotechnik runden wir das Portfolio im naturwissenschaftlichen Ausbildungsbereich ideal ab. Weiterhin herrscht bei uns eine familiäre Lernatmosphäre. Die Lehrkräfte verfügen alle über eine naturwissenschaftliche Ausbildung. Die Kooperation mit dem TÜV Rheinland Kompetenzzentrum für Galvanotechnik ist weiterhin ein Pluspunkt für die Schule.

Was gibt es Organisatorisches zur Biotechniker-Ausbildung zu beachten?
Für die Anmeldung benötigen wir die Vorlage der Schul- und Berufsabschlusszeugnisse. Dann ist noch zu beachten, dass die Ausbildung kostenpflichtig ist. Die Lehrgangsgebühr beträgt 185 € pro Monat für 22 Monate. Die Schüler haben aber Anspruch auf Meister-Bafög. Das besteht aus einem Maßnahmebeitrag, der die Ausbildungskosten abdeckt, und einem Unterhaltsbeitrag. Beides wird teils als Darlehen, teils als Zuschuss gewährt. In Einzelfällen können die Ausbildungskosten auch vom Arbeitsamt oder von der Deutschen Rentenversicherung bezuschusst werden. Wir helfen den Schülern bei der Beantragung der Fördermittel.

Andreas-Bösch-003515Zur Person

Schulleiter Dr. Andreas Bösch ist 39 Jahre alt und bezeichnet sich selbst als „Nordlicht“ in Bayern. Nach einer Ausbildung zum Chemielaborant wagte er das Studium der Lebensmittelchemie. Auf dem Gebiet der Kohlenhydratchemie promovierte er. Als Schulleiter ist er viel mit Organisieren beschäftigt. Gibt er in der Schule Unterricht, so trifft man ihn in den Fächern Chemie, instrumentelle Analytik und präperative Chemie an. In seiner Freizeit sucht er den Ausgleich im Wandern, in Städtereisen oder bei einem Opernbesuch.

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