Altenpflege: Zukunftswerkstatt „Gemeinwesen“ in Dresden

Altenpflegeprojekt Dresden

Gestalte Deine Zukunft

Welche Zukunft erträumt Ihr Euch? Wie soll das Zusammenleben von „Jung“ und „Alt“ in 25 Jahren aussehen? Wie muss ein Dorf oder eine Stadt gestaltet sein? Diese Fragen stellten wir im Rahmen der Zukunftswerkstatt zum Thema „Gemeinwesen“ 28 Auszubildenden des ersten und zweiten Lehrjahres der Dresdner Berufsfachschule für Altenpflege. In sieben Teams erstellten die Auszubildenden mit viel Phantasie, Pappe, Knete, Sand und Steinen sieben liebevoll gestaltete und kreative Modelle. Letztendlich haben unsere Schüler wohl die Frage beantwortet, wie sie selbst am liebsten alt werden möchten. Wahrscheinlich sind die Modelle deshalb so gut geworden.

Trotzdem unterscheiden sich die aufwändig gestalteten Modelle nach den Ideen und Schwerpunkten der Gruppe in Gestaltung und Größe. „Das Projekt beschäftigt sich mit den Fragen, wie und in welchen Strukturen wir leben werden und bezieht dabei alle Bedürfnisse junger sowie auch alter Menschen ein.“

Mehrgenerationenhaus? Oder Natur?

In solch einem „Modell“-Dorf der Zukunft stehen beispielweise Mehrgenerationenhäuser die Menschen zusammenführen. Somit sind die Nachbarn immer in Reichweite, und auch ein ambulanter Pflegedienst und ein Arzt stehen rund um die Uhr für Notfälle bereit, die die Senioren über eine Notrufzentrale erreichen können. Apotheke, Bäcker, Fleischer und Einkaufsmöglichkeiten decken die täglichen Bedürfnisse ab, dazu bieten Cafés und ein eigens angelegter Badesee viele Freizeitmöglichkeiten. „Vor allem die nachbarschaftliche Hilfe ist für ein gelungenes Zusammenleben von Jung und Alt besonders wichtig. Falls die älteren Menschen mehr Pflege benötigen, müssen sie nicht in ein weit entferntes Pflegeheim, sondern können in unserem Dorf solange wie möglich im gewohnten Umfeld wohnen bleiben“, erklärt mir eine unserer Auszubildenden.

In einem weiteren Modell legten unsere Altenpflege-Azubis beispielsweise eher Wert auf die Nähe zur Natur. So könnte ein Streichelzoo für die Senioren zur Lebensaufgabe werden, in dem sie sich täglich um die Versorgung der Tiere kümmern. Auch für die Finanzierung der geplanten Altenpflege haben sich die Modellbauer etwas überlegt: zum Teil könnte die Gemeinde Gelder für die Altenarbeit zur Verfügung stellen, Stiftungen und Sponsoren könnten die restlichen Kosten übernehmen.

„Zukunft Leben“ als Inspiration

Die Quelle der Inspiration für unsere Zukunftswerkstatt war der gemeinsame Besuch der Wanderausstellung „Zukunft Leben“ der Leibniz-Gemeinschaft, die im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden gastierte. Die Ausstellung verdeutlichte, wie wie sich der demografische Wandel auf unser Leben auswirkt. In neun Abteilungen wurde auf der Basis von Ergebnissen und Lösungsvorschlägen aus der Forschung gezeigt wie wir morgen lernen, arbeiten, Familien bilden, altern und wohnen werden.

Unsere Auszubildenden haben diese Impulse sehr interessiert aufgenommen und sich intensiv mit dem Thema und der Herausforderung auseinander gesetzt. Wir danken unseren Azubis für die guten Arbeiten.

Kontakt  zu Silke Nebe und zur TÜV Rheinland Schule in Dresden direkt hier im Blog oder auf tuv.com/schule-dresden
Weitere Informationen zur Umschulung Altenpflege: tuv.com/pflege

photo credit: JSmith Photo via photopin cc

Teile diesen Beitrag auf: